Kultavida

„Kultur ist für mich der eigentliche Sinn des Lebens, gleich nach Essen, Trinken und Schlafen.“
Oliver Arndt

Momentaufnahme • 2026

Wer das Kultavida in der Hamburger Straße betritt, spürt es sofort: Hier wurde ein Raum geschaffen, in dem die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum buchstäblich verschwindet. Mit nur 40 Plätzen und einem gemütlichen Sofa-Interieur hat Initiator Oliver Arndt einen Ort für besondere Momente in Gemeinschaft geschaffen. Selbst die Künstler sind nah dran und oft nach der Show bei einem Glas Wein unter den Gästen anzutreffen.

 

Arndts Kuration folgt dabei seinem Instinkt für Qualität und dem Wunsch nach Vielfalt. Von Konzerten über Comedy bis hin zu Workshops könnte die Auswahl kaum bunter sein: Überregionale Größen wie Jan Plewka oder Max Prosa standen hier ebenso schon auf der Bühne wie der britische Kabarettist Mark Lyndon. Ein besonderes Highlight mit lokalem Fokus ist die Lesung „Ahrensmord 2“. Wenn Autoren ihre Stormarner Kriminalgeschichten präsentieren, wird das Kultavida zum Schauplatz des Geschehens. Es ist genau diese Mischung aus regionalem Bezug und künstlerischem Anspruch, die den besonderen Reiz des Programms ausmacht.

 

Nach dem ersten Jahr blickt Oliver Arndt auf eine Resonanz, die ihn selbst überrascht hat: Die zahlreichen positiven Rückmeldungen und die wachsende Zahl an Stammgästen bestätigen seine Vision. „Die Gäste beschreiben genau das, was ich erreichen wollte: Gemeinschaft und Gemütlichkeit in einer persönlichen Umgebung“, freut sich der Unternehmer. Dabei macht er sich keinen Druck für die Zukunft: Das Programm soll zwar kontinuierlich wachsen, aber immer im Einklang mit dem bleiben, „was die Ahrensburger mitgehen wollen“.

 

Die Idee zum Kultavida ist über lange Zeit gewachsen, angetrieben von dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Mut, etwas Neues zu schaffen. „Kultur ist für mich der eigentliche Sinn des Lebens, gleich nach Essen, Trinken und Schlafen“, beschreibt Arndt seine Motivation. Den entscheidenden Impuls gab schließlich die passende Räumlichkeit, die im richtigen Moment verfügbar war und im Frühjahr 2025 zur feierlichen Eröffnung führte.

 

Dabei profitiert der 51-Jährige von seinem kaufmännischen Hintergrund: Er versteht das Projekt auch als unternehmerische Aufgabe. „Unternehmen kommt von ‚etwas unternehmen‘ – das passt perfekt zur Kultur“, erklärt er. Dennoch bleibt er realistisch: Der Aufbau ist ein Marathon, kein Sprint. Aktuell trägt sich das Kultavida noch nicht von selbst. Arndt plant eine Zeitspanne von drei bis vier Jahren ein, bis es wirtschaftlich ist.

 

Um die kulturelle Bereicherung langfristig zu sichern, setzt Arndt auf starke lokale Partnerschaften. Zwei Sponsoren konnte er bereits gewinnen – ein Netzwerk, das er weiter ausbauen möchte. Eine wichtige Säule ist die Öffnung des Kultavida als Event-Location: Die Räume lassen sich für Seminare, Workshops oder Firmenfeiern mieten.

 

Für die Zukunft hat der Ahrensburger noch einige Pläne in der Schublade: Die Gründung einer eigenen Theatergruppe und ein Kulturmagazin für Ahrensburg stehen auf der Agenda.

https://kultavida.de/