Studie: Der digitale Nachlass

Nur wenige Menschen wissen, dass und wie sie über ihren digitalen Nachlass verfügen können. Obwohl sich jeder zwangsläufig irgendwann in seinem Leben auch mit Nachlassfragen beschäftigen muss bzw. sollte, wissen viele nicht, was ein digitaler Nachlass ist, welche Daten, Vertragsbeziehungen und Nutzungsrechte damit verbunden sind und ob das Thema für sie überhaupt relevant werden könnte. Hinzu kommt, dass viele Verträge über digitale Produkte durch die starke wirtschaftliche Stellung der Anbieter einseitig zu Ungunsten der Verbraucher ausgestaltet sind. Die AGB-Regelungen in diesen Verträgen mögen rechtskonform sein, sind aber dennoch nicht verbraucherfreundlich und sehen meist auch keine Optionen für den digitalen Nachlass vor.

Vor diesem Hintergrund haben die drei Projektpartner Fraunhofer SIT, Uni Bremen und Uni Regensburg von Mai bis Dezember 2019 das Thema des digitalen Nachlasses aus rechtswissenschaftlicher und technischer Sicht aufbereitet. Ziel der Studie ist es aufzuzeigen, welche Möglichkeiten zur Vorsorge für den digitalen Nachlass bestehen und welche Benachteiligungen aus Verbrauchersicht beim digitalen Nachlass derzeit zu befürchten sind sowie Empfehlungen zu geben, wie im Sinne einer Verbraucherfreundlichkeit die Vererbbarkeit digitaler Werte verbessert werden kann. Betrachtet werden diese Fragen sowohl aus Sicht des Erb-, Datenschutz-, Urheber- und Verbraucherschutzrechts als auch aus Sicht der Technik.
(Quelle: Fraunhofer SIT)

 

Hier geht’s zur Studie:
www.sit.fraunhofer.de/